Sonntag, 25. März 2012

Probelauf

Da zog er los…der Tross. Im Gepäck das Nötigste für die nächsten 14 Tage

Die Großen kleiner Helfer – alles Freunde – unterstützen Sohnemann beim Umzug ins neue eigene Reich der Selbstständigkeit. Nein…er ist nicht bei Muttern rausgeflogen, sondern er hat Platz für seine Schwester gemacht, die mit ihren 3 Kindern für 1 Woche die Wohnung bevölkern wollte. Das war die Gelegenheit, sich aus dem Staub zu machen, wenn auch nur für die Zeit von 14 Tagen. Auf Umzug gingen mit der nötigen Wäsche und der Waschtasche auch der PC. Wenn er schon auf´s  TV verzichten muss, auf den PC – das geht gar nicht. Und deshalb schleppen die Jungs alles gemeinsam aus der Wohnung ins neue Domizil in der Innenstadt. Erst mal weg aus dem schnöden Plattenbausiedlung.

Das Zimmer wurde ebenfalls auch von einem Freund zu Verfügung gestellt. Er lebt schon seid Monaten bei seiner Freundin und nutzt sein Zimmer in der WG kaum.

Zurück blieb ein kleines Schlachtfeld. Aber Mudders wird´s schon richten.

Die Jungs sind weg und die Wohnung für mich ist erst mal zum Gähnen leer. Ich könnte nur mein eigenes Echo hören, wenn ein lauter Schrei aus mir kommen würde. Das 3. Kind ist gegangen und ich hab nun kein Kind mehr, was nachwachsen kann. Was bleibt, sind ich und mein Spiegelbild, das ich auf den ersten Schrecken für die Nachwelt festgehalte.

Als ich es mir später auf dem PC anschaute, sah ich gar nicht so verdattert aus, wie ich mich innerlich fühlte. Doch wenig später liefen die Gedanken kreuzweise durch den Kopf.

Was kommt nun?

Was wartet auf mich anderes als der Tod?

Niemand mehr da, den ich versorgen muss, außer mich selbst. Welche Beachtung werde ich mir selbst geben können?

Auch andere finstere Gedanken werden übermächtig. “Meine letzte Wegstrecke” bezeichnete mein Vater sein Leben, nachdem seine Frau und meine Mutter starb. Ein ähnliches Gefühl nahm für einige Stunden auch von mir Besitz und hielten sich hartnäckig. “Jetzt beginnt deine letzte Wegstrecke” sagte ich im Selbstgespräch zu mir und dabei zogen kleine Stromstöße durch meinen Gedärme. In der Gegend spüre ich immer zuerst das komische Gefühl in mir, das von einer unterschwelligen Angst geprägt ist.

Doch die Aufräumungsarbeiten im zurück gebliebenen Chaos brachten mich erst mal wieder aus den mir bisher fremden Gedanken zurück und wenig später war auch mit dem Chaos im Zimmer auch das Chaos meiner Gedanken verschwunden.

“So ist das Leben” sagten meine Eltern immer zu mir, wenn ich wieder mal bestürzend und erschüttert auf die Realtäten reagierte.

Wenn alles wie geplant klappt, wird aus dem Probelauf in 6 Wochen Realität. Mit dem endgültigen Umzug hat Sohnemann auch sein nächstes Etappenziel erreicht. Nachdem seine Ausbildung seid Monaten zum Mediengestalter super läuft, wird er in den nächsten Wochen die nächsten Schritte sein selbstbestimmtes Leben in Angriff nehmen. Dazu gehört ein Minijob, der ihm die Finanzierung der Miete möglich macht.

Vielleicht habe ich bis dahin auch schon mein Konzept gefunden, für mein neues Leben ohne Kinder.

LaWe

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